
Majestätisch inmitten des Teichs gelegen, erhebt sich Schloss Moritzburg im sächsischen Moritzburg nordwestlich von Dresden — ein Ort, an dem Geschichte, Architektur und Filmmagie zusammenfließen. Für die deutsch-tschechische Märchenproduktion Drei Haselnüsse für Aschenbrödel von 1973 diente es als die märchenhafte Residenz des Prinzen und Schauplatz berühmter Szenen. Auch wenn nicht alle Innenaufnahmen dort entstanden – der ikonische Treppenaufgang, auf dem der goldene Schuh verloren geht, ist heute wie ein Filmdenkmal. Im Folgenden findest du die wichtigsten Orte rund um das Schloss, an denen du beim Besuch den Film im Blick behalten kannst – jeweils mit kurzer Beschreibung und historischem Kontext.
Hier, auf der eleganten Freitreppe an der Ostseite des Schlosses, ereignet sich einer der berühmtesten Momente der Filmgeschichte: Aschenbrödel verliert ihren goldenen Schuh. Zwischen schneebedeckten Stufen und winterlicher Stille wirkt die Szene so anmutig, dass sie längst selbst Legende ist. Heute markiert eine kleine Gedenktafel den Ort, und wer dort steht, hört fast das Echo der Filmmusik im Kopf. Das barocke Treppenportal wurde unter August dem Starken erbaut und ist damit nicht nur Märchenkulisse, sondern auch Architekturdenkmal – ein Ort, an dem Geschichte buchstäblich in die Filmspur tritt.
Über den verschneiten Vorplatz reitet Aschenbrödel in jener ikonischen Szene, die das Herz des Films bildet. Die Kamera folgt ihr, während das Schloss majestätisch im Hintergrund aufragt – wie ein Bühnenbild, das Wirklichkeit geworden ist. Gedreht wurde auf dem breiten Zufahrtsweg, der sich über den Damm bis zum Schloss erstreckt. Im Film führt er direkt in den Ballsaal, tatsächlich aber endet er im Hof mit Blick auf die vier markanten Rundtürme. Noch heute zieht der Platz jedes Jahr tausende Besucher:innen an, die den Weg der Märchenheldin nachreiten – zumindest mit der Fantasie.
Mehr als 50 Jahre nach den Dreharbeiten ist Drei Haselnüsse für Aschenbrödel noch immer lebendig: Jedes Jahr im Winter öffnet das Schloss seine Tore für eine große Sonderausstellung zum Film. Kostüme, Requisiten und Filmfotos erzählen von den Dreharbeiten zwischen Prag und Sachsen – und davon, wie ein kleiner Märchenfilm zum europäischen Kult wurde. Wer durch die Räume geht, begegnet nicht nur Aschenbrödel und dem Prinzen, sondern auch dem Zauber des Filmemachens selbst: der Kunst, aus Realität ein Märchen zu formen.







