
Bamberg ist vieles: Weltkulturerbe, Barockjuwel, Studentenstadt – und, für alle, die mit dem Sams aufgewachsen sind, ein Ort der Kindheitserinnerungen. Zwischen schmalen Gassen, Fachwerk und Kopfsteinpflaster fand die Filmcrew rund um Paul Maar und Regisseur Ben Verbong die perfekte Kulisse für das Haus von Herrn Taschenbier. Hier, mitten in der Altstadt, begann das Abenteuer, das Fantasie und Wirklichkeit so herrlich durcheinanderwirbelt – und ein blau gepunktetes Wesen in die bürgerliche Welt katapultierte.
Wer durch die Judenstraße schlendert, ahnt auf den ersten Blick nichts von Filmgeschichte. Und doch steht hier, zwischen schmalen Fassaden und alten Sandsteinportalen, eines der bekanntesten Häuser der deutschen Kinderfilmwelt: das Zuhause von Herrn Taschenbier. Für Das Sams diente die barocke Fassade des „Hauses zum Einhorn“ (erbaut 1747) als Außenkulisse – jener Ort, an dem das Sams eines Morgens plötzlich vor der Tür steht und Herrn Taschenbiers Leben gehörig durcheinanderbringt. Die Filmcrew wählte Bamberg wegen seiner märchenhaften Dichte: Die Stadt sollte aussehen wie „eine kleine Welt, in der das Fantastische ganz selbstverständlich passieren kann“. Und tatsächlich – wer heute vor der hellgelben Fassade steht, hört fast das freche Kichern des Sams und das leise Stöhnen eines überforderten Herrn Taschenbier in der Luft. Ein Ort, der zeigt, dass man für Magie keine Studiobauten braucht – nur ein Haus mit Geschichte und Fantasie.




